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Kniebandagen bei Offensive Linemen: Was eine NFL-Studie über Nutzen und Rückgang zeigt

Eine Studie zu NFL-Offensive-Linemen zeigt: Prophylaktische Kniebandagen senken das Risiko schwerer Knieverletzungen deutlich, ohne die Spielleistung zu beeinträchtigen – trotzdem sinkt ihre Nutzung seit Jahren.

AmFoo Autor

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Offensive - Defensiveline vor dem Snap

Kaum eine Position im American Football ist so anfällig für Knieverletzungen wie der Offensive Lineman. Seit den späten 1970er-Jahren setzen manche Blocker deshalb auf sogenannte Prophylactic Knee Braces (PKB) – starre, seitlich verstärkte Kniebandagen, die das Gelenk vor seitlichem Aufprall schützen sollen. Eine retrospektive Studie im „Orthopaedic Journal of Sports Medicine“ hat erstmals systematisch untersucht, ob sich der Einsatz dieser Bandagen in der NFL tatsächlich auszahlt – mit einem auf den ersten Blick überraschenden Ergebnis: Die Nutzung sinkt, obwohl die Schutzwirkung belegt scheint.

Warum ausgerechnet die Offensive Line betroffen ist

Offensive Linemen blocken im engen Raum an der Line of Scrimmage und sind dabei wiederkehrenden seitlichen Belastungen des Knies ausgesetzt – etwa wenn Mitspieler oder Gegner seitlich auf das Knie fallen, oder durch sogenannte Cut- beziehungsweise Chop-Blocks, bei denen ein Verteidiger gezielt tief in Kniehöhe blockt. Diese seitlich wirkenden Valguskräfte gelten als Hauptursache für Innenbandverletzungen (MCL), die in mehreren Studien als häufigste schwere Knieverletzung bei Offensive Linemen identifiziert wurden.

Was die Studie konkret gemessen hat

Die Autoren werteten Daten von 1.561 Offensive-Linemen-Saisons aus den NFL-Spielzeiten 2014 bis 2020 aus, jeweils mit mindestens 200 gespielten Snaps pro Saison. Anhand von Bild- und Videomaterial wurde erfasst, wer sichtbar eine beidseitige, mit Metallscharnieren verstärkte Kniebandage trug. 154 Spieler-Saisons fielen in die Bandagen-Gruppe, 1.407 in die Vergleichsgruppe ohne Bandage.

Das Ergebnis: In der Gruppe ohne Bandage kam es zu 69 schweren Knieverletzungen, in der Bandagen-Gruppe nur zu 2 – umgerechnet auf die Gruppengröße eine Verletzungsrate von 0,049 gegenüber 0,013 Verletzungen pro Spieler, ein statistisch signifikanter Unterschied. Die häufigste Verletzung ohne Bandage war mit 43 von 69 Fällen der isolierte Innenbandriss.

Keine messbare Auswirkung auf die Leistung

Ein häufig geäußertes Gegenargument gegen Kniebandagen ist die Sorge vor Leistungseinbußen durch eingeschränkte Beweglichkeit. Die Studie verglich dazu die Bewertungen der Analysefirma Pro Football Focus für Gesamtleistung, Pass- und Laufblocken zwischen beiden Gruppen. Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg fand sich kein statistisch signifikanter Unterschied – Spieler mit Bandage blockten weder erkennbar schlechter noch besser als ihre unbandagierten Kollegen.

Warum die Nutzung trotzdem sinkt

Trotz des belegten Schutzeffekts ging der Anteil der Offensive Linemen mit Kniebandage im Untersuchungszeitraum kontinuierlich zurück: von 16,3 Prozent im Jahr 2014 auf 5,6 Prozent im Jahr 2020. Bei Rookies fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Die Studienautoren führen dies unter anderem auf subjektives Unbehagen der Spieler zurück – Bandagen können als einengend empfunden werden, Hautreizungen verursachen oder schlicht unangenehm sitzen –, auf die Tarifvereinbarung zwischen Liga und Spielergewerkschaft, die eine ligaweite Bandagen-Pflicht verhindert, sowie auf die persönliche Präferenz einzelner Spieler und ihres medizinischen Umfelds. Bemerkenswert ist der Kontrast zum College-Football: Dort liegt die Nutzungsrate bei Offensive Linemen laut den Studienautoren seit den 1990er-Jahren bei nahezu 100 Prozent.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.

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