Ausrüstung
VICIS und Schutt dominieren: Das sagen die offiziellen NFL-Helmtests 2026 wirklich
Die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA haben ihre jährlichen Labor-Testergebnisse für Helme veröffentlicht: Top-Modelle senken das Gehirnerschütterungsrisiko um fast 30 Prozent – trotzdem trägt noch jeder achte Profi ein nicht empfohlenes Modell.
Die NFL und die NFL Players Association (NFLPA) haben ihre aktuellen Labor-Testergebnisse für Football-Helme veröffentlicht – und die Rangliste hat einen klaren Sieger: Certor Sports, das Mutterunternehmen der Marken Schutt und VICIS, dominiert die Spitzenplätze. Unter den Top 5 des Gesamtrankings stammen gleich drei Helme von Certor: der VICIS ZERO2 MATRIX ID, der Schutt F7 Pro und der VICIS ZERO2.
Warum das Ranking mehr ist als Marketing
Seit 2015 lassen NFL und NFLPA jährlich unabhängige Labore die auf dem Markt erhältlichen Helme unter genormten Aufprallbedingungen testen. Die Ergebnisse fließen in eine Ampel-Einteilung: „Top-Performing“ (grün), mittlere Kategorien und „Not Recommended“ (gelb) – Helme der gelben Kategorie dürfen in der Liga zwar noch getragen, aber nicht mehr neu ausgegeben werden. Der Unterschied ist alles andere als kosmetisch: Nach Liga-Angaben liegt die Gehirnerschütterungsrate bei Top-Performern im Spielbetrieb rund 30 Prozent niedriger als bei nicht empfohlenen Modellen.
VICIS räumt bei den Linemen ab
Besonders deutlich fällt der Vorsprung in den Positionsgruppen aus: In den eigens eingeführten Kategorien für Quarterbacks sowie Offensive und Defensive Line liegt VICIS jeweils auf Platz eins. Der VICIS ZERO2 TRENCH, der erste positionsspezifische Helm der NFL-Geschichte, verteidigte seine Spitzenposition sowohl bei der Offensive als auch der Defensive Line. Riddell, lange Zeit der Platzhirsch unter den NFL-Helmherstellern, landet mit mehreren Modellen dagegen eher im unteren Rankingbereich – zugelassen, aber nicht unter den Top-Empfehlungen.
Wo die Liga noch Nachholbedarf hat
Trotz des messbaren Sicherheitsgewinns trägt aktuell noch rund jeder achte NFL-Spieler ein Modell aus der „Not Recommended“-Kategorie. Immerhin: Fast 60 Prozent der zurückkehrenden Spieler wechselten zuletzt zu leistungsstärkeren Helmen, und 97 Prozent der Profis spielen mittlerweile mit individuell angepassten statt mit Standard-Helmen. Ein weiterer auffälliger Wert aus den Liga-Daten: 44 Prozent der Gehirnerschütterungen der Vorsaison hängen mit dem Gesichtsgitter zusammen – ein Bereich, in dem die Hersteller inzwischen ebenfalls gezielt nachrüsten.
Warum das Thema gerade jetzt relevant ist
Die Debatte um Kopfsicherheit ist in dieser Saison besonders präsent: Allein in den ersten drei Wochen mussten mehrere Quarterbacks nach Gehirnerschütterungen pausieren, darunter zuletzt Kyler Murray bei den Vikings. Die jährlichen Testergebnisse sind deshalb nicht nur eine technische Fußnote, sondern die Grundlage dafür, welche Modelle Teams und Spieler überhaupt noch neu beschaffen dürfen. Wer selbst einen Helm kaufen will, findet worauf beim Kauf 2026 zu achten ist in unserem Ausrüstungs-Ratgeber.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
