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Deutscher Football

Geboren bei München, geformt in Kanada: Niklas Henning kämpft sich ins Practice Squad der Raiders

Niklas Henning wurde nahe München geboren, wuchs aber in Kanada auf und kam über die CFL-Szene zur NFL. Nach starkem Training Camp hat der Offensive Lineman nun einen Platz im Practice Squad der Las Vegas Raiders.

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DJ Glaze (71, Las Vegas Raiders) blockt Chris Jones (95, Kansas City Chiefs)

Ein deutscher Pass, aber eine kanadische Football-Biografie: Offensive-Lineman Niklas Henning hat es nach einem ungewöhnlichen Weg über die kanadische Collegeliga und die CFL bis ins Practice Squad der Las Vegas Raiders geschafft. Der 1,98 Meter grosse Blocker wurde in der Nähe von München geboren, zog aber bereits im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie nach Kanada – und ist dort zu einem gefragten Line-Prospect gereift.

Vom Tight-End-Walk-on zum Tackle-Prospect

Aufgewachsen ist Henning im kanadischen Milton, Ontario, wo er die Craig Kielburger Secondary School besuchte. An der Queen’s University in Ontario startete er zunächst als Walk-on-Tight-End, bevor ihm CFL-Scouts vor seiner Junior-Saison den Wechsel auf die Offensive Tackle empfahlen. Innerhalb von zwei Jahren legte er rund 60 Pfund an Körpermasse zu und entwickelte sich zu einem der gefragtesten College-Lineman Kanadas. Mit Queen’s gewann er 2025 den 117. Yates Cup und wurde als First-Team-All-Star der Ontario University Athletics Conference sowie Second-Team All-Canadian ausgezeichnet.

Über die CFL in die NFL

Beim CFL Combine im März 2026 machte Henning NFL-Scouts erstmals auf sich aufmerksam: einen 40-Yard-Sprint in 4,90 Sekunden, 31,5 Zoll im Vertikalsprung und 27 Wiederholungen beim Bankdrücken mit 225 Pfund. Nach dem NFL Draft erhielt er eine Einladung zum Rookie-Minicamp der Raiders, ehe ihn die Toronto Argonauts eine Woche später mit dem zweiten Gesamtrang im CFL Draft 2026 auswählten – die Argonauts halten damit dauerhaft seine CFL-Rechte. Henning selbst entschied sich jedoch für den Versuch in der NFL und unterschrieb im Mai 2026 als Rookie-Free-Agent bei den Raiders.

Reps als Right Guard im Training Camp

Im Trainingscamp überzeugte der Deutsch-Kanadier die Raiders-Coaches genug, um sich regelmässige Wiederholungen als Right Guard zu erarbeiten. Nach den Roster Cuts vor Saisonbeginn nahmen ihn die Raiders schliesslich ins Practice Squad auf – anders als einige andere Spieler mit deutschen Wurzeln in der Liga nicht über das International Player Pathway Program, sondern über einen regulären Platz. Henning beschreibt die grösste Umstellung beim Sprung auf NFL-Niveau selbst so: „Die größte Anpassung ist definitiv der fehlende Raum an der Line of Scrimmage.“ Besonders das Erlernen der Pass-Protection habe für ihn im Vordergrund gestanden: „Das Wichtigste für mich war das Erlernen der Pass-Protection.“

Vorbilder und Ausblick

Als Vorbilder nennt Henning die aktuellen NFL-Stars Trent Williams und George Kittle, deren Run-Blocking er besonders bewundert. Über seine aktuelle Situation sagt er: „Ich bin glücklich und sehe jeden Tag als Gelegenheit, meine Fähigkeiten zu zeigen.“ Ob aus dem Practice-Squad-Platz perspektivisch mehr wird, hängt von Verletzungen und der Entwicklung der etablierten Linemen vor ihm ab – ähnlich wie bei anderen deutschen Spielern am Rand eines NFL-Kaders bleibt der Weg zum ersten regulären Snap ungewiss, aber nicht unmöglich.

Henning reiht sich damit in eine wachsende Gruppe von Spielern mit deutschem Hintergrund ein, die sich aktuell um Rollen in NFL-Kadern und Practice Squads bemühen. Sein Fall zeigt dabei einen bislang seltenen Weg: über das kanadische College-System und die CFL statt über die etablierten Pfade vieler deutscher NFL-Hoffnungen.

Quellen: Offizielle Teamseite der Las Vegas Raiders (raiders.com), 3DownNation.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.

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