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AFLE-Eigentümerstrukturen: Register zeigen Mehrheitsanteile von Investor Joel Nagel bei Rhein Fire und London Warriors

Handelsregister aus Deutschland, Großbritannien und Österreich zeigen, wie US-Investor Joel Nagel wirtschaftlich an mehreren AFLE-Klubs beteiligt ist – und wo die operative Kontrolle tatsächlich liegt.

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Leeres Footballstadion bei Flutlicht am Abend, Symbolbild

Eine Auswertung öffentlicher Handelsregister durch football-austria.com zeigt, wer wirtschaftlich hinter mehreren Franchises der American Football League Europe (AFLE) steht. Im Zentrum: der US-Investor Joel Nagel, der über verschachtelte Gesellschaften an Rhein Fire und den London Warriors beteiligt ist, bei den Vienna Vikings dagegen nur eine kleine Minderheit hält.

Rhein Fire: Mehrheitsanteil über eine Zwischengesellschaft

Die Betreibergesellschaft von Rhein Fire, die Number One Sportbetriebs GmbH mit Sitz in Düsseldorf, gehört laut den von football-austria.com eingesehenen Registerunterlagen zu 65,36 Prozent der Number Three GmbH aus Mettmann. An dieser Number Three GmbH wiederum hält Joel Nagel 90 Prozent der Anteile. Die zugrunde liegenden Transaktionen sind mit dem 9. April 2026 datiert und wurden am 30. Juni 2026 notariell beurkundet. Rechnerisch ergibt sich daraus für Nagel ein indirekter wirtschaftlicher Anteil von rund 58,8 Prozent an der Rhein-Fire-Betreibergesellschaft.

Die AFLE war bereits Ende August 2026 im Rahmen ihres Stabilisierungsplans bei Rhein Fire eingestiegen, um eine drohende Insolvenz abzuwenden (amfoo.de berichtete). Die jetzt öffentlich gewordenen Handelsregisterdaten liefern erstmals konkrete Zahlen dazu, über welche Struktur diese Beteiligung wirtschaftlich organisiert ist.

London Warriors: Direkte Mehrheit im britischen Register

Beim AFLE-Neuling London Warriors ist die Beteiligung laut football-austria.com weniger verschachtelt: Im britischen Handelsregister (Companies House) ist Joel Nagel seit der Gründung der London Warriors Ltd. am 11. April 2026 als Director sowie als „Person with significant control“ mit einem Anteil von über 75 Prozent eingetragen.

Vienna Vikings: Wirtschaftliche Mehrheit und Stimmrechte bleiben bei Robin Lumsden

Anders sieht die Lage beim amtierenden AFLE-Champion Vienna Vikings aus. An der Betreibergesellschaft Seven P GmbH sind laut den Registerdaten die Venture Equity Invest GmbH mit 67,53 Prozent, Vikings-Präsident Robin Lumsden mit 30,47 Prozent sowie der Verein American Football & Cheerleading Vienna Vikings mit 2 Prozent beteiligt. Innerhalb der Venture Equity Invest GmbH hält Lumsden wiederum 60,70 Prozent, während der „Nagel Family Irrevocable Trust“ mit 18,51 Prozent beteiligt ist.

Rechnet man beide Ebenen zusammen, kommt Lumsden nach der Aufstellung von football-austria.com auf einen wirtschaftlichen Gesamtanteil von rund 71,46 Prozent an der Seven P GmbH, der Nagel-Familientrust dagegen nur auf rund 12,5 Prozent. Lumsden erklärte gegenüber football-austria.com zudem, über eine Gesellschafter- beziehungsweise Syndikatsvereinbarung mehr als 95 Prozent der Stimmrechte zu halten – der Nagel-Trust habe damit bei den Vienna Vikings weder Entscheidungs- noch Vetomacht. Die Vikings hatten sich erst wenige Tage zuvor im Gold Bowl in Duisburg zum ersten Meister der Liga-Geschichte gekrönt (amfoo.de berichtete).

Weitere Stabilisierungsfälle der Liga

Neben Rhein Fire hat die AFLE laut football-austria.com im Saisonverlauf auch bei Berlin Thunder, den Firenze Red Lions und den Alpine Rams stabilisierend eingegriffen, ohne dass dafür bislang vergleichbare Eigentumsnachweise vorliegen. Bei Berlin Thunder war zuvor ein Insolvenzverfahren wegen Masseunzulänglichkeit eingestellt worden, die Liga sicherte die verbleibenden Saisonspiele ab.

Wirtschaftliche Beteiligung, Stimmrecht und operative Kontrolle

football-austria.com weist in seiner Recherche ausdrücklich darauf hin, dass wirtschaftliche Beteiligung, Stimmrecht und operative Kontrolle rechtlich getrennt zu betrachten sind. Nagel beschrieb seine Rolle demnach als rein kaufmännisch und stellte klar, keinen Einfluss auf sportliche Entscheidungen zu nehmen; eine genaue Zahl der Franchises, an denen er beteiligt ist, nannte er nicht. Lumsden wiederum betonte laut football-austria.com, die Liga habe kein Interesse an dauerhaftem Klubbesitz – die Eingriffe seien als Übergangslösung gedacht, bis sich geeignete langfristige Investoren finden.

Quelle: football-austria.com, „AFLE Eigentümerstrukturen: Was die Register über Rhein Fire, London und die Vikings zeigen“ (11. September 2026).

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.

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