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Football Wissen: Warum der Peel-Back-Block seit der Brian-Cushing-Regel verboten ist
Der Peel-Back-Block ist seit der Brian-Cushing-Regel von 2013 in der NFL komplett verboten. Wir erklären die Regel, ihre Herkunft und wie sie sich vom Crackback-Block unterscheidet.
Ein Big Man, der aus der Tackle-Box herausläuft und einen Gegenspieler von hinten unterhalb der Hüfte ummäht, den dieser nicht kommen sieht – genau das ist seit 2013 in der NFL verboten. Die Rede ist vom Peel-Back-Block, dessen Ächtung nach einer schweren Knieverletzung von Linebacker Brian Cushing sogar einen eigenen Spitznamen bekam: die „Brian Cushing Rule“.
Was ist ein Peel-Back-Block?
Von einem Peel-Back-Block spricht man, wenn ein Offensivspieler beim Snap innerhalb der Tackle-Box steht, sich danach aber aus dieser Zone herausbewegt und anschließend einen Verteidiger von der Seite oder von hinten unterhalb der Gürtellinie blockt – während er selbst in Richtung der eigenen Endzone läuft. Der Verteidiger blickt in diesem Moment vom Blocker weg, kann den Kontakt also nicht kommen sehen und sich nicht auf den Treffer an den Beinen vorbereiten.
Die Brian-Cushing-Regel von 2013
Bereits seit 2005 war ein solcher Tiefblock außerhalb der Tackle-Box untersagt. Richtig verschärft wurde die Regel aber erst 2013, nachdem sich Houstons Linebacker Brian Cushing bei genau so einem Block eine saisonbeendende Knieverletzung zugezogen hatte. Die NFL weitete das Verbot daraufhin auch auf Blocks innerhalb der Tackle-Box aus. Rich McKay, Vorsitzender des Wettbewerbskomitees, brachte die Idee dahinter auf den Punkt: Wer beim Rückwärtsblocken in Richtung der eigenen Torlinie blockt, darf dabei weder hoch noch tief zuschlagen. Auch die damalige Trainergilde stand hinter der Neuerung. Baltimores Head Coach John Harbaugh begründete sie so, dass Verteidiger, die einen Block nicht kommen sehen und sich deshalb nicht schützen können, aus dem Spiel genommen werden müssten.
Die Strafe: 15 Yards
Wird ein Peel-Back-Block gepfiffen, kostet das die Offense 15 Yards. Die Schiedsrichter achten dabei auf drei Merkmale gleichzeitig: die Ausgangsposition des Blockers in der Tackle-Box, seine Laufrichtung zur eigenen Endzone und die Kontaktzone unterhalb der Hüfte. Fehlt eines der drei Kriterien, liegt in der Regel kein Foul vor.
Verwandt, aber nicht identisch: der Crackback-Block
Häufig mit dem Peel-Back-Block verwechselt wird der Crackback-Block. Der Unterschied liegt im Ausgangspunkt: Beim Crackback-Block bewegt sich ein Spieler, der ursprünglich außerhalb der Tackle-Box aufgestellt war, zurück zur Mitte, um einen Verteidiger zu blocken. Der Peel-Back-Block beginnt dagegen innerhalb der Box. Beide Regeln verfolgen aber dasselbe Ziel: Spieler vor Blocks zu schützen, die sie schlicht nicht kommen sehen können.
Warum die Regel bis heute zählt
Auch mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Verschärfung sorgt die Brian-Cushing-Regel noch regelmäßig für Diskussionen auf dem Feld, wenn Läufe an der Line of Scrimmage in ungeordnete Rückwärtsbewegungen münden. Für Offensive Linemen und Runningbacks bleibt sie eine der Regeln, bei denen im Eifer des Gefechts schnell 15 Yards verschenkt werden – und für Verteidiger ein Stück mehr Schutz vor Blocks aus dem toten Winkel.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
