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Football Wissen: Warum die tückische Oblique-Verletzung reihenweise NFL-Quarterbacks lahmlegt
Tua Tagovailoa ist nur der jüngste Fall: Eine Oblique-Verletzung an der seitlichen Bauchmuskulatur bremst immer wieder NFL-Quarterbacks aus – und ist tückischer, als es der Name vermuten lässt.
Kaum eine Verletzung sorgt in der NFL derzeit für so viel Kopfzerbrechen wie die sogenannte Oblique-Verletzung: alleine bei den Atlanta Falcons bangt Tua Tagovailoa seit Wochen um seinen Quarterback-Job, weil eine Zerrung der seitlichen Bauchmuskulatur einfach nicht ausheilen will. Was auf den ersten Blick wie eine harmlose Zerrung klingt, kann Quarterbacks in Wahrheit wochenlang außer Gefecht setzen – und wird ausgerechnet für Passgeber zur besonderen Gefahr.
Was ist die Oblique-Muskulatur überhaupt?
Als Obliques werden die seitlichen, schräg verlaufenden Bauchmuskeln bezeichnet, die den Rumpf stabilisieren und für Rotationsbewegungen des Oberkörpers zuständig sind. Genau diese Drehbewegung ist es, die einen Wurf erst mit Wucht und Präzision versieht – und die Muskulatur bei jedem einzelnen Pass extrem beansprucht.
Warum trifft es ausgerechnet Quarterbacks so hart?
Ein Großteil der Wurfkraft eines Quarterbacks entsteht nicht im Arm, sondern im Rumpf: Die Obliques erzeugen einen Gutteil des Drehmoments, das für weite und präzise Pässe notwendig ist. Wird die Muskulatur durch eine ruckartige, hochbelastete Rotation überdehnt oder überlastet, kommt es zur Zerrung – mit der Folge, dass jeder weitere Wurf schmerzhaft und die Passreichweite spürbar eingeschränkt ist. Auch das Laufspiel leidet, weil die Rumpfstabilität bei jeder schnellen Richtungsänderung gefragt ist.
Warum die Verletzung so tückisch ist
Das eigentliche Problem liegt in der Schwere-Einteilung: Während leichte Zerrungen vom Grad 1 bereits nach wenigen Tagen ausheilen können, ziehen sich schwerere Grad-3-Verletzungen mitunter über drei bis vier Monate hin. Bei Profis liegt der typische Ausfallzeitraum meist im Bereich mehrerer Wochen – exakte Prognosen sind wegen der hohen Belastung durch Training und Spiele aber kaum möglich. Wer zu früh zurückkehrt, riskiert zudem, dass sich durch eine unbewusste Schonhaltung die Wurfmechanik verschlechtert. Genau das musste einst auch NFL-Legende Drew Brees erfahren: Nach einer Oblique-Verletzung kehrte er 2014 zu früh zurück, entwickelte dadurch fehlerhafte Wurfgewohnheiten und kämpfte in der Folge saisonlang mit den Nachwirkungen.
Aktuelles Beispiel: Tagovailoas Zittern um den Starter-Platz
Wie unberechenbar der Heilungsverlauf sein kann, zeigt sich gerade bei den Falcons: Tagovailoa zog sich die Verletzung bereits kurz vor dem Saisonstart zu und musste in der Folge nicht nur den Auftakt verpassen, sondern kämpft auch in Woche 2 weiter mit eingeschränkter Belastbarkeit. Solange die seitliche Bauchmuskulatur nicht wieder voll rotationsfähig ist, bleibt jeder tiefe Pass ein Risiko – ein Umstand, der zeigt, warum Teams bei dieser vermeintlich kleinen Verletzung lieber vorsichtig als vorschnell agieren.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
