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Football Wissen: Was ein Illegal Forward Pass ist – und wie die Regel 1989 zum ersten Instant-Replay-Krimi der NFL führte
Wann wird ein Vorwärtspass in der NFL illegal, welche Strafe droht – und warum entschied ausgerechnet dieser Regelverstoß 1989 das erste große Instant-Replay-Drama der Liga-Geschichte?
Ein Illegal Forward Pass liegt in der NFL immer dann vor, wenn ein Team einen nach vorne gerichteten Pass wirft, der gegen eine von zwei Grundregeln verstößt: Entweder befindet sich der Werfer mit Ball und komplettem Körper bereits jenseits der eigenen Line of Scrimmage, oder es handelt sich bereits um den zweiten Vorwärtspass desselben Spielzugs. Die Strafe ist in beiden Fällen identisch: Ballverlust der laufenden Angriffsserie (Loss of Down) plus fünf Yards Raumverlust vom Ort des Fouls.
Die zwei Wege, einen Pass illegal zu machen
Die häufigste Variante entsteht bei Quarterbacks, die unter Druck aus der Pocket ausbrechen und den Ball erst werfen, wenn sie die Line of Scrimmage bereits überquert haben. Sobald beide Füße und der Ball komplett im gegnerischen Terrain sind, darf kein Vorwärtspass mehr erfolgen – ein Rückpass oder ein Lauf wären dagegen weiterhin erlaubt. Die zweite Variante betrifft Trickspielzüge: Ein Team darf pro Spielzug nur einen einzigen Vorwärtspass werfen. Läuft beispielsweise ein Receiver nach einem Lateral-Pass an und wirft selbst noch einmal nach vorne, ist das automatisch ein Illegal Forward Pass, unabhängig davon, ob der erste Pass vor oder hinter der Line of Scrimmage geworfen wurde.
Warum der Catch trotzdem nicht zählt
Für Zuschauer wirkt es oft verwirrend, wenn ein Wide Receiver einen eigentlich sauber gefangenen Ball trotzdem nicht behalten darf. Der Grund: Die Illegalität entsteht bereits im Moment des Wurfs, nicht erst beim Empfang. Ob der Ball ankommt, unterwegs zu Boden fällt oder abgefangen wird, spielt für die Bewertung keine Rolle – die Schiedsrichter pfeifen unabhängig vom Ausgang des Passes.
Der Fall, der die NFL für immer veränderte
Kein Vorfall zeigt die Tragweite der Regel besser als das „Instant Replay Game“ vom 17. September 1989 zwischen den Green Bay Packers und den Chicago Bears. Beim Stand von 13:13 warf Packers-Quarterback Don Majkowski in der Schlussminute einen Touchdown-Pass auf Sterling Sharpe. Linesman Jim Quirk annullierte den Spielzug zunächst wegen eines vermeintlichen Illegal Forward Pass, weil Majkowski den Ball angeblich jenseits der Line of Scrimmage losgelassen hatte. Erst die 1986 eingeführte, damals noch junge Instant-Replay-Technologie rettete die Entscheidung: Nach Überprüfung der Fernsehbilder wurde der Touchdown doch noch gewertet, Green Bay gewann 14:13. Die Partie gilt bis heute als einer der Gründungsmomente für den Stellenwert von Videobeweisen im American Football.
Verwandt, aber nicht zu verwechseln
Der Illegal Forward Pass wird häufig mit zwei anderen Regeln vertauscht. Bei Intentional Grounding wirft der Quarterback absichtlich daneben, um einen Sack zu vermeiden – dort geht es nicht um die Position des Werfers relativ zur Line of Scrimmage, sondern um die fehlende realistische Chance auf einen Fang. Bei Illegal Touching wiederum ist der Pass an sich sauber, nur berührt ihn zuerst ein nicht passberechtigter Spieler. Alle drei Regeln teilen sich zwar die gleiche Grundstrafe von fünf Yards, betreffen aber völlig unterschiedliche Situationen auf dem Feld.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
