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Football Wissen

Football Wissen: Wie ein perfekter Fang von Calvin Johnson zur berühmtesten Nicht-Catch-Regel der NFL wurde

Am 12. September 2010 fing Calvin Johnson einen Touchdown-Pass, ging zu Boden, verlor kurz den Ball – und bekam trotzdem kein Six. Die Geschichte der „Calvin Johnson Rule“ und warum die NFL sie 2018 wieder abschaffte.

AmFoo Autor

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American Football Schiedsrichterzeichen

Ein Wide Receiver fängt den Ball im Endzonen-Bereich, hält ihn mit beiden Händen fest, setzt zwei Füße auf – und trotzdem zählt der Touchdown nicht. Genau das passierte am 12. September 2010 dem damaligen Detroit-Lions-Star Calvin Johnson bei den Chicago Bears. Die Entscheidung ist bis heute als „Calvin Johnson Rule“ bekannt und gilt als eine der umstrittensten Regelauslegungen der NFL-Geschichte.

Was am 12. September 2010 wirklich geschah

Beim Saisonauftakt der Lions in Chicago fing Johnson in der Endzone einen Pass von Quarterback Shaun Hill, setzte beide Füße auf dem Boden ab und ließ den Ball anschließend kurz auf den Rasen aufkommen, als er sich abstützte. Referee Gene Steratore überprüfte die Aktion per Video und erklärte den vermeintlichen Siegtreffer für unvollständig. Die Begründung: Johnson habe den „Prozess des Fangens“ nicht abgeschlossen, weil der Ball beim Bodenkontakt kurz wackelte, bevor er ihn wieder vollständig kontrollierte.

Die Regel im Wortlaut

Grundlage war Rule 8, Section 1, Article 3 des NFL-Regelwerks: Geht ein Spieler beim Fang eines Passes zu Boden, muss er die Kontrolle über den Ball während des gesamten Vorgangs des Bodenkontakts behalten. Verliert er die Kontrolle, bevor der Fang als abgeschlossen gilt, und berührt der Ball dabei den Boden, ist der Pass unvollständig – unabhängig davon, wie viele Körperteile vorher schon den Boden berührt hatten. Diese Klausel des „Going to the Ground“ sorgte in der Praxis immer wieder für Verwirrung, weil Fernsehzuschauer einen klaren Fang sahen, die Schiedsrichter aber technisch korrekt nach Buchstaben des Regeltexts entschieden.

Prominente Wiederholungstäter: Bryant, James und Co.

Johnson blieb nicht der einzige prominente Fall. 2014 wurde Dallas-Cowboys-Receiver Dez Bryant in den Playoffs bei den Green Bay Packers ein spielentscheidender Fang nach exakt derselben Logik aberkannt. 2017 traf es Pittsburghs Tight End Jesse James gegen die New England Patriots am letzten Spieltag der Regular Season. Jedes Mal folgte derselbe öffentliche Aufschrei: Ein Fang, der jedem Laien als klarer Touchdown erschien, wurde durch einen Regeltext gekippt, den selbst Experten nur schwer erklären konnten.

Die Reform von 2018

Nach Jahren der Kritik beschlossen die NFL-Teambesitzer schließlich, den Passus zum „Going to the Ground“ ersatzlos zu streichen. Seither gilt ein Fang als abgeschlossen, sobald ein Spieler die Kontrolle über den Ball hat, mit zwei Füßen oder einem anderen Körperteil den Boden berührt und anschließend eine eindeutige Fußballaktion ausführt – etwa einen Schritt macht oder nach dem Ballbesitz greift. Ob der Ball beim späteren Sturz zu Boden kurz wackelt, spielt seither keine Rolle mehr. Calvin Johnson selbst kommentierte die Änderung Jahre später trocken, die Liga habe schlicht sieben Jahre gebraucht, um zu verstehen, was er und viele Fans schon 2010 wussten.

Die Calvin-Johnson-Regel reiht sich damit in eine lange Liste kurioser NFL-Regeln ein, die im Laufe der Zeit wieder verschwanden – so wie einst die berüchtigte Tuck Rule, die einst Tom Brady zur Legende machte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.

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