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NFL

Die Geschichte der Tampa Bay Buccaneers: Von der 0:26-Serie zu zwei Super-Bowl-Titeln

Wie die Tampa Bay Buccaneers von der schlimmsten Auftakt-Serie der NFL-Geschichte über die legendäre „Tampa 2“-Defense zu zwei Super-Bowl-Titeln mit Jon Gruden und Tom Brady wurden.

AmFoo Autor

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Crucial Catch, Intercept Cancer, Raymond James Stadium, Tampa Bay Buccaneers

Kaum eine Franchise in der NFL hat einen so dramatischen Bogen hinter sich wie die Tampa Bay Buccaneers: Die Geschichte des Teams aus Florida beginnt mit der schlimmsten Auftaktserie der nordamerikanischen Profisport-Geschichte und endet – zumindest vorläufig – mit zwei Super-Bowl-Titeln. Zwischen diesen Extremen liegen fast fünf Jahrzehnte voller Höhen, Tiefen und einer der prägendsten Defense-Philosophien der modernen NFL.

Der schlimmste Start aller Zeiten (1976–1977)

Die Buccaneers wurden 1976 gemeinsam mit den Seattle Seahawks als Expansion-Team in die NFL aufgenommen. Als Head Coach wurde USC-Erfolgscoach John McKay verpflichtet, der die Franchise aufbauen sollte. Der Start geriet jedoch zur Katastrophe: Tampa Bay verlor seine ersten 26 Partien in Folge – bis heute die längste Auftakt-Niederlagenserie der NFL-Geschichte. Erst im zweiten Jahr der Existenz gelang der erste Sieg. Es folgte zwar kurz darauf unter McKay eine überraschende Play-off-Teilnahme Anfang der 1980er-Jahre, doch danach stürzte das Team in eine lange Krise: 14 Spielzeiten mit negativer Bilanz in Serie prägten die Franchise bis weit in die 1990er-Jahre hinein.

Dungys „Tampa 2“ verändert die Liga

Die Wende kam mit Tony Dungy, der 1996 als Head Coach übernahm. Gemeinsam mit seinem Defensive Coordinator Monte Kiffin entwickelte Dungy eine Variante der Zonenverteidigung, die als „Tampa 2“ in die Football-Geschichte einging – eine Weiterentwicklung der klassischen Cover-2-Zone, bei der ein athletischer Middle Linebacker tief in die Mitte des Feldes fallen musste, um die gefährliche Lücke zwischen den beiden Safeties zu schließen. Wer verstehen will, wie sich dieses Schema von anderen Zonenkonzepten unterscheidet, findet eine ausführliche Einordnung im Erklärstück zum Unterschied zwischen Cover 2 und Cover 3. Mit Stars wie Warren Sapp und Derrick Brooks führte die „Tampa 2“ die Buccaneers erstmals seit 1982 wieder dauerhaft in die Play-offs und machte die Defense zur besten der Liga.

Super Bowl XXXVII: Gruden bezwingt sein altes Team

Ausgerechnet kurz vor der Saison 2002 trennten sich die Wege von Dungy und der Franchise – die Bucs holten stattdessen Jon Gruden per spektakulärem Tauschgeschäft von den Oakland Raiders. Gruden übernahm die von Dungy aufgebaute Weltklasse-Defense, verpasste der Offense seine eigene Prägung und führte Tampa Bay direkt in seinem ersten Jahr zum Super Bowl XXXVII. Dort trafen die Buccaneers ausgerechnet auf Grudens ehemaligen Verein, die Raiders, deren wechselhafte Franchise-Geschichte im Artikel zur Geschichte der Las Vegas Raiders nachzulesen ist. Die Bucs-Defense nutzte ihre Vorbereitung optimal, fing Raiders-Quarterback Rich Gannon fünfmal ab und gewann deutlich mit 48:21 – der erste Titel der Franchise-Geschichte.

Tom Brady und der historische Heimsieg

Nach dem Titel folgten erneut Jahre ohne große Erfolge, bis die Buccaneers 2020 den wohl größten Transfer-Coup ihrer Geschichte landeten: Tom Brady wechselte nach 20 Jahren bei den New England Patriots nach Tampa. Wie der Quarterback dort zur Legende wurde, beschreibt das Porträt zu Tom Brady im Detail. Schon in seinem ersten Jahr in Florida führte er die Buccaneers zum Super Bowl LV – und das Finale fand im eigenen Stadion statt, im Raymond James Stadium in Tampa. Damit wurden die Bucs zum ersten Team der NFL-Geschichte, das den Super Bowl im eigenen Stadion bestreiten und auch gewinnen konnte. Mit 31:9 gegen die favorisierten Kansas City Chiefs sicherte sich Brady seinen siebten Ring und wurde im Alter von 43 Jahren zum ältesten Super-Bowl-MVP der Geschichte.

Die Buccaneers heute

Auch nach Bradys Rückzug 2023 blieben die Buccaneers konkurrenzfähig und sicherten sich unter Quarterback Baker Mayfield mehrfach die Division-Krone der NFC South. Die Franchise, deren charakteristisches Piratenmotiv und die wechselnden Trikotfarben – von Orange-Weiß in den Gründerjahren bis zum heutigen Rot-Pewter-Look – zu den auffälligsten der Liga zählen, steht damit sinnbildlich für den Wandel des American Football: vom historischen Prügelknaben zu einer Franchise mit zwei Championat-Ringen und einer taktischen Idee, die bis heute in Defensen quer durch die NFL nachwirkt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.

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