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NFL History 2019
Die Kansas City Chiefs gewinnen mit Travis Kelce und Patrick Mahomes ihren 2. Super Bowl nach 50 Jahren
Beitragsautor: Amfoo
Heute ist ein besonderer Tag. Denn heute bekommt ihr die 100. Folge unserer Serie NFL History. Wir haben angefangen beim Jahr 1920 und sind jetzt im Jahr 2019.
Auch in Anbetracht dessen, was dann ab 2020 passiert ist, war 2019 ein verhältnismäßig ruhiges Jahr. Die Klimakrise hatte das Thema Migration zwischenzeitlich als wichtigstes Thema der politischen Debatte abgelöst. In Österreich musste Vizekanzler Heinz Christian Strache aufgrund des Ibiza Skandals zurücktreten. Strache war auf eine russische Oligarchen reingefallen, der er angeboten hatte, die Kronen Zeitung zu kaufen, die so etwa so etwas wie die Bild-Zeitung in Deutschland ist. Später stellte sich heraus, dass die Oligarchin nur eine Schauspielerin war.
Aber natürlich wurde auch Football gespielt.
In der Offseason wechselte unter anderem Nick Foles nach Jacksonville. Joe Flacco wechselte von den Ravens zu den Broncos und Odell Beckham Jr. war nun in Cleveland. Antonio Brown wechselte von den Steelers zu den Raiders, sorgte da aber gleich für so viel Ärger, dass er noch vor Saison beginnt wieder verschwand. Eine kurze Zeit sollte er dann bei den Patriots sein, aber nach nur einem Spiel war auch das wieder zu Ende. Der Draft fand vom 25. bis 27. April in Nashville statt. Als erstes dürfte sich Arizona für einen Spieler entscheiden und wählte Kyler Murray. Bei der Bewertung von ihm tue ich mir immer schwer. Er hat definitiv jede Menge Talent, er war auch schon zweimal im Pro Bowl, aber er ist verletzungsanfällig. San Francisco an Nummer zwei machte mit Nick Bosa definitiv das bessere Geschäft. Die New York Giants entschieden sich für Daniel Jones, der ziemlich heftig ausgebuht wurde.
Mit Pat Bowlen Stab der langjährige Owner der Denver Broncos. Seit 1984 stand er der Franchise vor. Er wurde 75 Jahre alt. Trauer gab es auch in Green Bay, die NFL verlor den ersten Superbowl MVP der Geschichte, nämlich Bart Starr. Er gewann zweimal den Superbowl mit den Packers und wurde zuvor auch schon fünf Mal NFL Champion. Mit Gino Marchetti verließ zudem ein ganz großer das Spielfeld des Lebens, er hatte es für die Baltimore Colts 11mal in den Pro Bowl geschafft.
In der AFC East holte Miami nur fünf Siege. Schon der Beginn der Saison war völlig verkorkst, die ersten sieben Spiele wurden alle verloren. Danach wurde es etwas besser und immerhin konnte man am letzten Spieltag mit einem Sieg in New England den Rivalen noch ein bisschen ärgern. New York schaffte es auf sieben Siege. Die Jets hatten den Saisonbeginn ebenfalls dramatisch verhauen und standen nach Woche 9 1-7. Danach wurde es zwar besser, das reichte aber nicht mehr für die Playoffs. Buffalo hingegen schaffte mit zehn Siegen den Sprung. Nur zum Ende hin wo das etwas schwächer, drei der letzten vier Spiele gingen verloren, ansonsten gab es nie zwei Niederlagen in Folge.
Den Sieg in der Division sicherte sich New England. Mit 12 Siegen war das sogar einigermaßen souverän und der Beginn der Saison war richtig stark mit 8-0. Es wurde jedoch dann immer schwächer und die Niederlage am letzten Spieltag gegen Miami sorgte dafür, dass New England in die Wildcardround musste.
Die AFC North sah richtig schlechte Cincinnati Bengals. Ganze zwei Spiele konnte das Team aus Ohio gewinnen. Zum Start der Saison gab es sogar 11 Niederlagen in Folge. Ein Sieg über die Jets in Woche 13 verhinderte die komplette Blamage.
Auch Cleveland kam nicht in die Playoffs. Die Browns konnten sich sechs Siege sichern. Der Beginn der Saison war auch hier eine ziemliche Katastrophe, nach Woche 9 hieß es 2-6. Pittsburgh verpasste den Sprung in die Playoffs mit einer Bilanz von 8-8. Von den ersten fünf Spielen gingen vier in die Hose, dann kam eigentlich eine richtig starke Serie mit sieben Siegen aus dem nächsten acht Spielen, doch drei Niederlagen zum Ende der Saison verhinderten die Playoff Teilnahme. Die sicherte sich der Rivale aus Baltimore. Die Ravens waren richtig stark und verloren nur zwei Spiele. Nach den beiden Niederlagen in Woche 3 in Kansas City und Woche vier gegen die Browns wurden die restlichen 12 Spiele alle gewonnen.
Eng war die AFC South. Jacksonville holte sich sechs Siege. Es fehlte die Konstanz, um es wirklich in die Playoffs zu schaffen, zwischen Woche 9 und 14 gab es fünf Niederlagen in Serie. Indianapolis konnte sieben Spiele gewinnen. Zum Beginn sah es ziemlich gut aus, nach Woche 8 hieß es 5-2. Danach ging aber nicht mehr viel, es gab nur noch zwei weitere Siege.
Tennessee qualifizierte sich mit neun Siegen für die Playoffs. Und es entwickelte sich in diesem Jahr ein neuer Star bei denTitans. Derrick Henry. Der Running Back war der neue Superstar in der Music City. Nachdem es zu Beginn noch nicht besonders gut ausgesehen hatte mit vier Niederlagen aus den ersten 6 Spielen wurden die Titans im Verlauf der Saison immer besser.
Am Ende kamen sie in die Playoffs. Den Sieg in der Division sicherte sich aber Houston. Zehn Spiele konnten die Texaner gewinnen. Nie verloren sie zwei Spiele in Folge. Ihre Saison hatte ein Muster, dass sich das ganze Jahr über wiederholte. Eine Niederlage, dann zwei Siege, dann wieder eine Niederlage, dann wieder zwei Siege.
Die AFC West war ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Die Chargers konnten nur fünf Spiele gewinnen. Das Team aus Kalifornien konnte nur einmal zwei Spiele in Folge gewinnen. Die Raiders verbrachten ihr letztes Jahr in Oakland. Es stand schon vorher fest, dass sie danach nach Las Vegas ziehen würden. Zu Beginn der Saison sah es gar nicht mal so schlecht aus, drei der ersten fünf Spiele konnten gewonnen werden, aber letztlich fehlte die Konstanz. Eine Serie von vier Niederlagen in Folge zwischen Woche 12 und 15 zerstörte die Hoffnungen auf die Playoffs. Die Broncos konnten ebenfalls sieben Spiele für sich entscheiden. Die ersten vier Spiele wurden alle verloren, danach wurde es etwas besser, aber mehr als zwei Siege in Folge gab es nie. Kansas City fühlte sich in der AFC West genauso unterfordert, wie sie das wahrscheinlich aktuell tun. 12Mal konnte das Team gewinnen. Bis Woche 10 war der Saisonverlauf noch durchwachsen und es stand gerade einmal 6-4. Dann aber folgten sechs Siege aus den letzten sechs Spielen.
Schwach war in diesem Jahr die NFC East. Die Redskins konnten nur drei Spiele gewinnen. Es war das letzte Jahr, mit diesem Namen. Das hatte natürlich auch etwas mit dem Tod von George Floyd zu tun. es soll bitte jeder für sich selbst entscheiden, wie er zu dem Thema steht, ich denke wir haben alle eine Meinung dazu, machen wir mit dem sportlichen weiter. Die Redskins waren mit fünf Niederlagen gestartet und konnten nie zwei Spiele in Folge gewinnen. Nicht wirklich besser lief es in New York, bei den Giants waren es vier Siege. Zwischendrin gab es 9 verlorene Spiele in Folge. Am Ende der Saison wurde dann auch Eli Manning in den Ruhestand verabschiedet.
Die Cowboys enttäuschten ebenfalls und konnten nur acht Spiele gewinnen. Allerdings hatte das aus Sicht vieler Cowboys Fans auch eine gute Sache, denn Jason Garrett musste gehen. Ein sympathischer Kerl, der aber irgendwie nicht erfolgreich war. Die entscheidende Niederlage gab es am vorletzten Spieltag gegen Philadelphia. Das war quasi das vorgezogene Endspiel um den Sieg in der Division. Philadelphia glänzte auch nicht gerade, aber sie konnten ein Spiel mehr gewinnen als Dallas. Dabei sah es sogar lange Zeit ziemlich übel aus, nach Woche 13 stand man 5-7. Dann aber kam ein Schlussspurt mit vier Siegen in Folge.
In der NFC North floppten die Detroit Lions ziemlich. Nur drei Spiele konnte das Team gewinnen, hinzu kam ein Unentschieden gleich in die Woche eins in Arizona. Dann folgten zwei Siege, aber von da an konnte nur noch ein einziges Spiel gewonnen werden, die letzten 9 Spiele wurden alle verloren.
Chicago brachte es auf eine ausgeglichene Bilanz von 8 Siegen und 8 Niederlagen. Es gab immer mal so kurze Serien sowohl positiv als auch negativ bei Chicago. Zwischen Woche zwei und vier gab es drei Siege in Folge, zwischen Woche fünf und neun vier Niederlagen in Folge.
Minnesota schaffte den Sprung in die Playoffs mit 10 Siegen. Ausschlaggebend war eine richtig gute Serie in der Mitte der Saison, zwischen Woche 5 und 11 ging das Team 6-1. Das reichte für die Playoffs.
Den Sieg in der Division sicherte sich aber Green Bay. Die Packers sahen richtig gut aus mit 13 Siegen. Die letzten fünf Spiele konnten alle gewonnen werden.
Langweilig war die NFC South. Carolina konnte nur fünf Spiele gewinnen, das war so der Beginn des Abgesangs in North Carolina. Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht mal so schlecht aus, von Woche drei bis sechs konnten vier Spiele in Folge gewonnen werden. Danach gelang aber nur noch ein weiterer Sieg. Die letzten acht Spiele wurden alle verloren. Tampa Bay war schon etwas besser und konnte immerhin sieben Spiele gewinnen. Der Beginn der Saison war halt nicht besonders gut, nach Woche 9 stand man 2-6. Es sollte bis heute die letzte Saison sein, in der Tampa Bay nicht in die Playoffs kommt.
Ebenfalls sieben Spiele konnte Atlanta gewinnen. Der Saisonstart geriet zur Katastrophe, von den ersten acht Spielen konnte nur eines gewonnen werden. Zwischenzeitlich wurden sechs Spiele nacheinander verloren. New Orleans marschierte locker durch die Division und konnte 13 Spiele gewinnen. Zwei Niederlagen in Folge gab es nie.
In der NFC West gab es ein richtig schwaches Team und das war Arizona. Nur fünf Mal konnte das Team gewinnen und verlor zwischenzeitlich 6 Spiele hintereinander.
Die Rams schafften es mit neun Siegen nicht in die Playoffs. Das war schon eine gewisse Enttäuschung. Letztlich fehlte die Konstanz. Seattle holte sich elf Siege. Die Seahawks kamen locker in die Playoffs und versuchen nur am Saisonende zweimal in Folge. San Francisco holte sich mit 13 Siegen den Sieg in der Division und weil sie das direkte Duell gegen Green Bay gewannen auch Platz 1 in der NFC. Die ersten acht Spiele konnten sogar alle gewonnen werden, dann gab’s eine Niederlage gegen Seattle. Theoretisch hätten die Seahawks am letzten Spieltag sogar San Francisco noch überholen können, verloren aber das direkte Duell.
In der AFC East war New England Favorit gegen die Titans, doch sie verloren das Spiel mit 13:20. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste, es war das letzte Spiel von Tom Brady als New England Patriot. Houston setzte sich in der Overtime knapp gegen Buffalo durch mit 22:19.
In der NFC Wildcardround eliminierte Minnesota überraschend New Orleans mit 26:20. Seattle warf Philadelphia raus mit 17:9.
In der AFC Divisionalround setzte sich Tennessee vollkommen überraschend aber genauso verdient in Baltimore durch. Derrick Henry überlief sein späteres Team nach allen Regeln der Kunst. 28:12 Titans. Kansas City verpennte gegen Houston zwar das erste Quarter und lag 0:21 hinten, drehte das dann aber noch in einen sicheren 51:31 Sieg.
In der NFC Divisionalround könnte San Francisco in Minnesota 27:10 gewinnen. Green Bay setzte sich zu Hause gegen Seattle 28:23 durch.
Im AFC Championship Game besiegten die Chiefs Tennessee 35:24.
Im NFC Championship Game hatte Green Bay in San Francisco keine Chance und verlor 37:20.
Das bedeutete für Superbowl LIV (54) die Kansas City Chiefs spielten gegen die San Francisco 49ers.
Gespielt wurde im Hard Rock Stadium in Miami vor 62.417 Menschen. Die Chiefs waren um 1,5 Punkte Favorit und die Nationalhymne sang Demi Lovato. Den Cointoss nahm Colonel Charles McGee vor. Jennifer Lopez Shakira und Bad Bunny traten in der Halbzeit auf. Ein Werbespot kostete 5,6 Millionen Dollar.
San Francisco startete mit einem Field Goal von Robbie Gould aus 38 Yards. 3:0 49ers.
Die Chiefs antworteten mit einem Touchdown. Patrick Mahomes lief selbst für ein Yard in die Endzone. 7:3 Chiefs.
Im zweiten Quarter gelang den Chiefs ein Field Goal. Harrison Butker war aus 31 Yards erfolgreich. 10:3. Doch San Francisco gelangen noch vor der Pause der Ausgleich. Jimmy Garoppolo bediente Kyle Juszczyk für 15 Yards zum Touchdown. 10:10. Das war der Halbzeitstand.
Im dritten Quarter deutete dann vieles auf San Francisco hin. Erst war Robbie Gould mit einem Field Goal aus 42 Yards erfolgreich, 13:10 49ers, dann gelang auch noch ein Touchdown. Raheem Mostert lief für ein Yard in die Endzone.
Doch im letzten Quarter starteten die Chiefs eine Aufholjagd. Patrick Mahomes bediente für ein Yard Travis Kelce. Touchdown! Nur noch 20:17.
Dann konnte Patrick Mahomes Damien Williams für 5 Yards für einen weiteren Touchdown bedienen. 24:20 Chiefs. San Francisco hatte nichts mehr entgegenzusetzen und Damien Williams mit einem Lauf über 38 Yards in die Endzone sorgte für die Entscheidung. Touchdown! 31:20 für die Kansas City Chiefs und der zweite Titel nach 50 Jahren.
Super Bowl MVP wurde Patrick Mahomes, MVP der regulären Saison wurde Lamar Jackson und Coach of the Year wurde John Harbaugh.
