Sonstige Ligen
45 Spieler, ein Beweis: Wie die UFL zur heimlichen Talentschmiede der NFL wird
Von Special-Teams-Heldentaten bis zum Kicker, der die Rams durch die Play-offs schoss: Die Frühjahrsliga UFL hat aktuell 44 ehemalige Spieler auf NFL-Rostern und Practice Squads platziert.
44 ehemalige Spieler der United Football League (UFL) stehen aktuell in der NFL unter Vertrag oder auf einem Practice Squad – Woche für Woche liefert die kleine Frühjahrsliga damit den Beweis, dass sie längst mehr ist als nur eine Fußnote im amerikanischen Football. Zum Saisonstart 2026 waren es laut Liga-Angaben noch 43 Spieler auf den Rostern von 22 verschiedenen NFL-Teams, eine Woche später kletterte die Zahl bereits weiter.
Von der Frühjahrsliga direkt in die NFL
Die UFL, entstanden aus dem Zusammenschluss von USFL und der alten XFL, spielt ihre Saison traditionell im Frühjahr und dient damit offiziell als Entwicklungsliga für Spieler, die auf dem Weg in die NFL noch einen Umweg brauchen. Laut Liga-Angaben durchliefen allein in der Offseason vor der Saison 2026 insgesamt 118 ehemalige UFL-Akteure ein NFL-Trainingscamp. 45 davon schafften es auf ein aktives 53-Mann-Roster oder einen Practice Squad, 19 davon direkt auf das Eröffnungsroster einer Woche eins.
Special-Teams-Heldentaten in Woche zwei
Dass die Investition in ehemalige UFL-Spieler sich auszahlt, zeigte sich zuletzt in Woche zwei der NFL-Saison. Wide Receiver Tay Martin, einst bei den Columbus Aviators unter Vertrag, erhielt von Detroits Head Coach Dan Campbell nach dem Sieg gegen die New Orleans Saints den Game Ball für drei Tackles im Special-Teams-Bereich. Bei den Chicago Bears wiederum wurde Kaden Davis, ehemals bei den Houston Gamblers aktiv, erst vom Practice Squad hochgezogen und revanchierte sich prompt mit einer Fumble Recovery in der Punt-Coverage gegen die Carolina Panthers.
Der Kicker, der in Melbourne Geschichte mitschrieb
Das prominenteste Beispiel liefert aber ein Kicker: Harrison Mevis, in der UFL-Saison 2025 bei den Birmingham Stallions mit einer Quote von 20 von 21 verwandelten Field Goals aufgefallen, steht mittlerweile fest im Kader der Los Angeles Rams. Bereits in der vergangenen NFL-Saison verwandelte er 12 seiner 13 Field-Goal-Versuche und traf in den Play-offs sogar einen entscheidenden 42-Yard-Kick in der Overtime gegen die Chicago Bears. Zum Auftakt der Saison 2026 stand er dann bei der historischen NFL-Premiere in Australien auf dem Platz, als die Rams in Melbourne auf die San Francisco 49ers trafen.
Ein Pipeline-System, das sich etabliert
Für die UFL ist die wachsende Präsenz ihrer Absolventen in der NFL das wichtigste Aushängeschild überhaupt: Jeder Spieler, der es von einer halbleeren Tribüne im Frühjahr auf ein NFL-Feld im Herbst schafft, ist die beste Werbung für das eigene Geschäftsmodell. Angesichts von mittlerweile mehr als 40 Spielern über zwei Saisonwochen hinweg scheint sich dieses Modell endgültig zu etablieren.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
