Cornhole – eine sinnvolle Alternative für die Freizeitgestaltung

Die warmen Jahreszeiten stehen unmittelbar vor unserer Tür. Es ist also normal, jetzt schon darüber nachzudenken, welche In- sowie Outdoor-Aktivitäten man zukünftig realisieren möchte, sobald wieder höhere Temperaturen unseren Alltag zieren. Wie wäre es, einfach mal zu spielen? Ein beliebtes Game stellt dabei Cornhole dar, welches viele von uns aus einer „Schlag den Raab“ Sendung aus dem Jahr 2011 kennen.

Was Cornhole ist:

Das Spiel selbst ist auch als Sackloch beziehungsweise Bean Bag bekannt. Hier geht es darum, kleine Säcke, welche mit Mais befüllt wurden, in ein Loch werfen. Dieses wurde in eine leicht angeschrägte Plattform integriert. Es muss nicht unbedingt das Loch getroffen werden. Dies stellt prinzipiell nur das Optimum dar, da durch ein Versenken des Sackes die meisten Punkte erzielt werden. Doch wenn dieser schon alleine auf der Plattform liegen bleibt, kann man als Spielteilnehmer punkten. Cornhole ist vor allem im American Football-Design beliebt. Dabei ist das Brett im Design eines Football-Feldes oder in den gewünschten Teamfarben gestaltet, was gerade bei NFL-Fans gut ankommt.

Geschichtliches:

Das Spiel ist vor allem in Amerika sehr nachgefragt. Schon im 14. Jahrhundert und nachfolgend wurde dies vermutlich in Deutschland und später beispielsweise in Ohio gezockt. Die Indianer Blackhawks spielen eine artverwandte Variante, wenn man sich auf die Aussage von Augenzeugen verlässt. Endes des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt in den 1990er-Jahren gewann das Spiel mehr und mehr an Popularität. Gerade in Athen, Ohio, Michigan, East Lansing sowie vielen Universitäten kam der Trend auf, Cornhole zu spielen.

Zu welchen Anlässen Cornhole noch gespielt wird:

In der Gegenwart wird eine artverwandte Variante auch von Football-Anhängern gezockt. Wer Football-Tailgating oder Baseball kennt wird wissen, dass auch dort das Spiel sehr beliebt ist. Bei diesen Vorab-Events beziehungsweise sozialen Veranstaltungen, welche oft vor Sportereignissen stattfinden oder auch auf den dazugehörigen Parkplätzen wird das Game in geselliger Runde gemeinsam gespielt. Dabei werden vorwiegend Brett- beziehungsweise Spielplattformen genutzt, welche in den Vereinsfarben oder Football-Design gestaltet wurden. Mitte 2012 wurde obendrein die erste deutsche Meisterschaft veranstaltet. Als Austragungsort für dieses Cornhole-Ereignis wurde Hannover ausgewählt. Das Event selbst war sehr gut frequentiert, was für die Popularität von Cornhole wiederum spricht.

Cornhole Regeln:

Beim Double ist es so, dass vier Spieler teilnehmen. Es werden dabei zwei Zweierteams gebildet, welche sich rechts und links verteilen. Es gibt Pitcher’s Boxen, welche eine Team-Trennung voneinander realisieren. Die zwei Spieler eines Teams stehen praktisch immer am Brett des Gegners in den dazugehörigen Boxen. Jeder der Spieler muss nun vier Säckchen auf das Cornhole-Brett werfen, welches sich direkt gegenüberliegend befindet. Dabei darf die maximale Wurfzeit von 20 Sekunden nicht überschritten werden. Es gibt zwei Bretter, welche vom jeweiligen Loch aus gesehen 10 Meter voneinander wegstehen, das entspricht 33 feet.

Im Single-Modus gelten generell dieselben Regeln, wie beim Double, nur dass hier zwei Spieler gegeneinander antreten. Bei Team-Matches werden 2 Double und 4 Single gespielt. Das Spiel selbst ist einfach zu verstehen. Gerade im Garten, aber auch Indoor im Hobbykeller lässt sich die Cornhole Variante im Football-Style gut spielen, da nicht viele Spieler dafür benötigt werden und das jeweilige Brett nicht viel Platz wegnimmt.

Punktezählung:

Jedes Säckchen, was nicht auf den Boden fällt, zählt in die Punktewertung mit herein. Wenn ein Säckchen auf der Plattform liegen bleibt, dann gibt es einen Punkt. Wenn ein Spieler dieses sogar in das Loch im Brett versenkt, werden drei Punkte dafür vergeben. Die Punkte werden miteinander addiert. Punkte können auch abgezogen werden, wenn man das Säckchen des Gegners vom Spielbrett herunterbefördert. Auch können Säckchen, welche bereits darauf liegen, in das Loch geschoben werden. Am besten ist es also, wenn das eigene Säckchen also möglichst im Loch landet oder auf der Plattform bis zum Spielende liegen bleibt.

Wenn ein Cornhole Säckchen auf dem Brett liegt, aber den Boden berührt, dann zählt dies nicht in die Punktewertung mit herein. Wer zuerst 21 Punkte erzielt hat, gewinnt den jeweiligen Satz. Jedes Match besteht aus drei separaten Sätzen. Das Ganze hat den Vorteil, dass der Zeitaufwand für ein Match im NFL-Style im Vorfeld schon überschaubar ist. Um die Zeit zwischen Mittagessen und Kaffee-Trinken im Garten zu überbrücken, eignet sich das Spiel als Freizeitbeschäftigung allemal. Es lässt sich leicht aufbauen und die Regeln sind leicht verständlich. Spätestens nach dem ersten Durchgang werden alle verstanden haben, wie es funktioniert. Das Spiel ist auch für Kinder und Familien geeignet.

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Brett / Cornhole-Plattform:

Neben den Säckchen wird auch mindestens ein Brett als Spielplattform benötigt. Dieses ist 120 cm x 60 cm groß, wenn es um das Spiel als Freizeitbeschäftigung geht. Wenn es um den Vereinssport und Meisterschaften geht, wird eher auf die 90 cm x 60 cm Variante gesetzt. Der DeCoV (Deutsche Cornhole Verband) nutzt beispielsweise die letztgenannte Version. Doch egal, mit welcher Größe man spielt, ein Cornhole Brett in den favorisierten Vereinsfarben nutzen zu können, setzt allem noch eine Krone auf.

Das Schöne ist, mittlerweile kann man das Spielbrett in verschiedenen Varianten erwerben. Der Aufbau ist im Grunde immer derselbe, nur das Design kann man sich aus einem vorhandenen Sortiment meistens aussuchen. Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen, denn gerade NFL-Fans wollen schon als Identifikation zum eigenen Verein am liebsten auf und mit dem eigenen Cornhole Brett spielen. Als Fan-Objekt und Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung ist das Spiel also wärmstens zu empfehlen.

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Fazit:

Nicht nur wir befinden uns ständig im Wandel, auch die Welt und Angebote verändern sich mit der Zeit. Alte Trends gehen, neue kristallisieren sich heraus und erobern auf diesem Weg zumindest temporär die Welt. In diesem Zusammenhang ändert sich auch die Art der Freizeitgestaltung. Gerade wenn es draußen warm wird, möchte man in den Räumlichkeiten nicht länger verweilen als sein muss.

Wieso also nicht mal ein Cornhole-Match gegen einen Herausforderer spielen? Auch als Teambuilding-Maßnahme lässt sich dieses nutzen. Das Spiel selbst ist auch von Taktiken geprägt. Als Spielteilnehmer kann man gerade im Single-Match überlegen, worauf der Fokus liegen soll. Möchte man sich vorwiegend darauf konzentrieren, die Säckchen des Gegners herunterzubefördern? Oder will man sich auf das Treffen des Loches beschränken? Wem es gar nicht so um das Gewinnen geht, kann auch einfach nur darauf loswerfen und versuchen, die Plattform zu treffen.

Schon das ist nicht immer ganz einfach. Gerade wenn kleinere Kinder oder Anfänger mitspielen, welche manchmal nicht so gut werfen und treffen, sollte man diese immer wieder motivieren und animieren, es erneut zu probieren. Auf diesem Weg können Erfolgserlebnisse geschaffen werden. Das Ganze dann noch auf einem Brett in den Lieblingsvereinsfarben zu tun, sorgt umso mehr für Spielspaß.

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