Das traditionsreiche Team der European League of Football / ELF: Cologne Centurions

Die in K├Âln beheimateten Cologne Centurions sind ein traditionsreiches des American Footballs. In K├Âln beheimatet spielten sie von 2004 bis zum Jahre 2007 in der NFL Europa. Nachdem 2007 der prominente Ableger der NFL nach 15 Spielzeiten eingestellt wurde, gab es zun├Ąchst keinen aktiven Spielbetrieb der Centurions mehr.

Im Jahre 2020 wurde allerdings die aufstrebende European League of Football gegr├╝ndet. An dieser europ├Ąischen Liga nimmt nun ein gleichnamiges in K├Âln beheimatetes Team teil.

Cologne Centurions

Die Cologne Centurions

Nach der Gr├╝ndung der Zentauren am 1. September 2003 traten sie in der NFLE in die Fu├čstapfen der zu diesem Zeitpunkt aufgel├Âsten Barcelona Dragons. Die Mannschaft der Zentauren absolvierte ihre Heimspiele in dem bekannten Rhein-Energie-Stadion. Dieses Stadion geh├Ârt zu den bekanntesten Stadien des deutschen Fu├čballs. Es ist unter anderem das Heimatstadion des 1. FC K├Âlns. Seit 2004 tr├Ągt dieses Stadion den Namen des K├Âlner Energieversorgers. Mit rund 50.000 Sitzpl├Ątzen haben die K├Âlner Zentauren f├╝r ihren Heimspielbetrieb eines der gr├Â├čten Stadien, die die deutsche Footballszene kennt, zur Verf├╝gung. Bereits in ihrem fr├╝heren Spielbetrieb erlangte nicht nur die Mannschaft schnell gro├če Beliebtheit, sondern ebenso ihr Maskottchen. Der r├Âmische Centurio ÔÇ×Jupp MaximusÔÇť ist weit ├╝ber die Fangemeinde des Vereins hinaus bekannt. Kam er an besonders windigen Spieltagen gerne mal mit seinem Streitwagen und drehte eine Runde, so hatte er w├Ąhrend der extremen Sommerhitze eine Wasserpistole dabei und setzte diese nicht nur gegen die gegnerischen Fans ein. Jupp Maximus erlangte schnell einen h├Âheren Bekanntheitsgrad als das gesamte Team der Centurions. Auch in der ELF bleibt Jupp Maximus ein fester Bestandteil des Teams und wird k├╝nftig vor jedem Heimspiel das Rhein-Energie-Stadion unsicher machen.

Von dem Jahr 2004 bis in die Saison 2005 wurde der Verein der Zentauren von Jacques Orthen geleitet. Der K├Âlsche Jung, wie er von der Presse gerne genannt wurde, f├╝hrte den Verein zu ersten, kleinen Erfolgen. Mit seinen damaligen 58 Lebensjahren brachte er f├╝r dieses Projektes einiges an Lebens- und auch an Sporterfahrung mit. Bevor die Richtung seines Lebens allerdings Richtung Ruhestand ging, wollte es sich Orthen noch einmal beweisen. Die Aufgaben den American Football damals in Deutschland zu integrieren war eine Mammutaufgabe. Bei den meisten Deutschen waren zu dieser Zeit weder der Sport, noch die Zentauren bereits angekommen. Orthen schaffte es den Beginn der Zentauren f├╝r die neugierigen deutschen Zuschauer zu einer Mischung aus Party und Sport zu machen. H├Ąufig war bereits der Einlauf der Spieler und die vielen prominenten G├Ąste einen Besuch im K├Âlner Stadion wert. Orthen schaffte es mit seiner unvergleichlichen Art die K├Âlner Zentauren fest in der K├Âlner Sport-Szene zu integrieren. Bevor er den Verein verlie├č sorgte er daf├╝r, dass sein Verein aus dem deutschen Football nicht mehr wegzudenken war. Sein Assistent Stephen C. Smith begleitete ihn dabei zu jeder Zeit beim Aufbau der Zentauren. Es gelang Orthen und Smith f├╝r ihr Team den begabten Trainer Peter Vaas zu verpflichten. Mit seiner langj├Ąhrigen Erfahrung auf internationalem Rasen war er eine stetige Bereicherung f├╝r den Aufbau der Zentauren, die sich zu dieser Zeit erst als Team finden musste. Es gelang Vaas in k├╝rzester Zeit in dieser neuen Zeit aus den Spielern eine Einheit zu schaffen, die den Sport nicht nur als Berufung, sondern auch als Leidenschaft verstand. Vaas, der selbst auch auf eine aktive Spielerkarriere zur├╝ckblicken kann, trainierte die Mannschaft von 2004 bis 2005 und begleitete ihren Aufbau, bis er das Team zusammen mit Smith und Orthen im Jahre 2005 verlie├č.

In die gro├čen Fu├čstapfen, die dieses Trio hinterlie├č, trat im Jahre 2006 David Duggan. Der im Jahre 1963 geborene US-Amerikaner blickt allerdings ebenfalls auf eine respektable Trainerkarriere zur├╝ck. Nachdem er bereits Erfahrungen in den Vereinigten Staaten gesammelt hat in dem er unter anderem in New Hapshire und an dem Allegheny College trainiert hatte, war auch der deutsche Rasen f├╝r ihn nichts Unbekanntes. Bevor er zu den K├Âlner Zentauren in die ELF wechselte, trainierte Duggan von 2001 bis 2003 das Team der Berlin Thunders. Bis zu ihrer vorerst letzten Saison im Jahre 2007 hielt Duggan die Centurions erfolgreich als Team zusammen.

Die Centurions hatten es trotz der guten personellen Startbedingungen nicht leicht. Neben zahlreichen sportlichen Rivalit├Ąten verschiedener Football Teams hatten die Zentauren vor allem mit der Tatsache zu k├Ąmpfen, dass es bereits zwei traditionsreiche K├Âlner Football Teams gab. Die Cologne Crocodiles und die Cologne Falcons hatten zu dieser Zeit bereits zahlreiche Fans, Zuschauer und breite Zustimmung. All dies fehlte zu diesem Zeitpunkt den Zentauren, die ganz am Anfang ihrer Karriere standen. Mithilfe der beiden prominenten Trainern und Sponsoren, die f├╝r viel Werbung und zahlreiche prominente G├Ąste sorgten, gelang es den Centurions allerdings eine breite Fanbase aufzubauen.

Cologne Centurions altes Logo
Cologne Centurions altes Logo

Am 14. M├Ąrz 2007 wurde die Mannschaft kurzzeitig in Centurions K├Âln umbenannt. Dahinter stand lediglich der Versuch bei den Fans eine gr├Â├čere Verbundenheit mit der Stadt K├Âln zu erzeugen. Auch dieser Schachzug zahlte sich aus, da innerhalb k├╝rzester Zeit die Popularit├Ąt des Vereins und auch die Zuschauerzahlen abermals stiegen.

Am 29. Juni 2007 wurde bekannt, dass der gesamte Spielbetrieb der NFL Europa eingestellt werden m├╝sse. Dies bedeutete auch mit sofortiger Wirkung das Aus f├╝r die Centurions. Im Jahre 2021 bekamen die Cologne Centurions durch die neu gegr├╝ndete European League of Football eine zweite Chance sich im aktiven American Football auf deutschem Boden beweisen zu k├Ânnen.

Jan Weinreich, Quarterback der Cologne Centurions, Foto: Sarah Philipp
Jan Weinreich, Quarterback der Cologne Centurions, Foto: Sarah Philipp
Men├╝